Religions­lehrer/in

Du möchtest gerne Religionslehrer/in werden? Das ist super, dass Menschen Lust darauf haben, Kindern und Jugendlichen Wissen und Werte zu vermitteln. Denn der konfessionelle Religionsunterricht in Deutschland ist nicht nur Wissensvermittlung, sondern lebt davon, dass vorne eine/r steht, der/die selber einen Bezug zum Glauben hat.

Als Religionslehrer/in bist du ein Mensch der Kirche in der Schule. Deswegen ist der katholische Religionsunterricht auch ein Fach, für dass du später zwei Beauftragungen brauchst: Das abgeschlossene Fachstudium an der Uni – und die kirchliche Lehrerlaubnis der Kirche, auch Missio Canonica genannt.

Hier im Mentorat erfährst du alles über den Studienbegleitbrief, der dein Fahrplan ist, um diese Missio Canonica zu erhalten. Und du triffst andere Lehramtsstudierende, die in Sachen eigenem Glauben und der Frage, wie sie später gut Reli unterrichten, auf der Suche sind. Und die Ansprechpersonen des Erzbistum Kölns sind für dich da.

Ach ja, und das Bonner Mentorat bietet dir über die Pflichtveranstaltungen zum Studienbegleitbrief noch eine ganze Menge mehr. Stöbere gerne in unseren Veranstaltungen und Kursen, die allen Theologiestudierenden offen stehen, die dazu Lust haben.

Studienbegleitbrief

Von allen angehenden Religionslehrerinnen und -lehrern erwartet das Erzbistum Köln auf der Grundlage einer Vereinbarung aller deutschen Diözesen die Teilnahme an den Veranstaltungen des Studienbegleitbriefes. Die dort vorgesehenen studienbegleitenden Veranstaltungen sind Voraussetzung, die Missio Canonica (kirchliche Lehrerlaubnis für den Religionsunterricht an Schulen) zu erhalten.

1. Missio Canonica-Infoveranstaltung

Wir empfehlen die Missio Canonica-Infoveranstaltung in den ersten beiden Studiensemestern zu besuchen. Dort erhalten Sie alle Informationen über die rechtlichen Rahmenbedingungen des Religionsunterrichts, die kirchlichen Erwartungen an Religionslehrer/innen und über die Antragstellung für die Kirchliche Unterrichtserlaubnis.

Die Missio Canonica-Infoveranstaltung findet 1x im Semester statt – die nächste ist  Wintersemester 2020/2021. Der Termin wird im Oktober bekannt gegeben.

Anmeldung bitte bei Frau Löscher: kontakt@mentorat-bonn.de.

2. Orientierungsgespräch

Nach der Teilnahme an der Missio-Canonica-Infoveranstaltung wird mit der Studienbegleiterin ein Termin für das Orientierungsgespräch vereinbart, das im Verlauf der ersten zwei Semester wahrgenommen werden sollte. Das Gespräch ist vertraulich und dauert ca. eine Stunde.

Auf der Grundlage der bisherigen Auseinandersetzung mit dem Berufsbild des Religionslehrers / der Religionslehrerin sollen sich die Studierenden in Form von eigenen und mitzubringenden Notizen auf das Orientierungsgespräch vorbereiten. Dabei können folgende Fragen hilfreich sein:

  • Welche Erfahrungen mit Religion und Kirche habe ich bisher gemacht? Warum habe ich mich für den Beruf des Religionslehrers / der Religionslehrerin entschieden?
  • Mit welchen Schülern / Schülerinnen werde ich im Religionsunterricht arbeiten? Auf welche Anforderungen möchte ich mich im Studium vorbereiten?

Darüber hinaus werden Fragen in Bezug auf die Kirchliche Bevollmächtigung und die verpflichtenden Elemente des Studienbegleitbriefes geklärt.

Orientierungsgespräche finden selbstverständlich auch jetzt während der Corona-Krise statt. Melde dich bitte bei Annekatrin Schumacher, die einen Termin per Videokonferenz mit dir vereinbaren wird.

Terminvereinbarung: schumacher@mentorat-bonn.de.

3. Einführungsveranstaltung „Geistlich Leben“

Natürlich kann man auch in der Theorie schwimmen lernen. Aber was weiß der, der stets am Beckenrand steht, wirklich von der Freude und den Möglichkeiten, aber auch von der Anstrengung und den Risiken im Wasser? Wie weit wird er ohne den sprichwörtlichen „Sprung” kommen?

Unabhängig von möglichen Vorerfahrungen soll im Rahmen dieser Einführungsveranstaltung die Herausforderung eines eigenen geistlichen Lebens ausgelotet werden. Reicht es, in die Fußstapfen anderer zu treten oder bin ich alleine auf meinem eigenen Weg? Was trägt (mich), von welchen kirchlichen Traditionen kann ich lernen, welche Aufbrüche muss ich selber wagen?

Methodisch unterschiedliche Angänge sollen helfen, geistliches Leben als Umgang mit dem eigenen religiösen Bewusstsein, d.h. vor allem als Schulung der Wahrnehmung und der Entwicklung von Achtsamkeit in allen Lebensbezügen, zu entfalten.

Nächster Termin der Einführungsveranstaltung “Geistlich Leben” ist voraussichtlich im Februar 2021.

Eine Anmeldung ist erst nach Teilnahme an Missio-Info und Orientierungsgespräch möglich.
Info unter: kontakt@mentorat-bonn.de.

4. Teilnahme am Angebot zur Spiritualität

Nach dem Besuch der Einführungsveranstaltung “Geistlich Leben” des Mentorats ist die Teilnahme an mindestens einem anderen geistlichen Angebot in Form von Besinnungstagen oder Exerzitien (mind. drei Tage) während des Studiums Pflicht. Die Auswahl ist individuell freigestellt.

Dazu kann aus den Programmen von Klöstern und Exerzitienhäusern eine Veranstaltung ausgewählt oder ein entsprechendes Angebot von Pfarrgemeinden oder Verbänden angenommen werden. Ausschließlich erfahrene Exerzitanten können auch als Einzelgast in ein Kloster gehen, das persönliche Begleitung anbietet. Vor Festlegung auf ein Angebot ist eine kurze Rücksprache mit dem Geistlichen Mentor erforderlich. Hier kann auch ein finanzieller Zuschuss beantragt werden.

Es besteht auch die Möglichkeit, sich für ein Angebot im Mentorat anzumelden.

Informationen zu Exerzitien und Besinnungstagen:

  • Übersicht über alle deutschsprachigen Exerzitienangebote mit Suchmaschine:
    www.exerzitien.info

Kontakt für Informationen und Beantragung der Zuschüsse: Mentorin Marion Lammering – lammering@mentorat-bonn.de.

5. Erfahrungen in einem kirchlichen Praxisfeld

Für einen kirchlich Beauftragten ist es wichtig, dass er eine konkrete Vorstellung davon hat, was es heute heißt, jenseits von Klischees und Vorurteilen Kirche zu sein und zu leben – und das ist nicht selten überraschend anders.

Wer sich bereits ehrenamtlich in seiner Heimatgemeinde, in der KHG oder einer anderen kirchlichen Einrichtung oder einem Verband engagiert, sollte sich eine Bescheinigung über sein ehrenamtliches Engagement ausstellen lassen. Die dort gesammelten Erfahrungen können selbstverständlich als Grundlage der Reflexion dienen.

Alle anderen lernen in einem Praktikum (mind. 70 Std.) ein frei wählbares Praxifeld (Praktikumsstellen) in Trägerschaft der katholischen Kirche in Deutschland während des Studiums kennen. Die Einrichtung sollte eine Bescheinigung über das Praktikum ausstellen.

Die Erfahrungen sind mit Hilfe der Leitfragen zu reflektieren, in einem Bericht (drei Seiten) festzuhalten und dann an den Geistlichen Mentor zu schicken. Dieser Bericht dient als Grundlage für ein Gespräch mit dem geistlichen Mentor.

Mehr Informationen: (PDF-Dateien):

Kontakt: lammering@mentorat-bonn.de.

6. Abschlussgespräch

Wenn alle im Studienbegleitbrief aufgeführten Anforderungen erfüllt sind, wird mit der Studienbegleiterin ein Termin für das Abschlussgespräch vereinbart. In der Regel wird es in den letzten beiden Semestern, spätestens jedoch sechs Monate vor Eintritt ins Referendariat geführt.

Folgende Fragen dienen der Vorbereitung des Gesprächs:

  • Welche Erfahrungen im Studium und in den Praktika haben mich geprägt? Was ist mir in meinem zukünftigen Religionsunterricht wichtig?
  • Welche Entwicklungen haben mein Glaube und mein Verhältnis zur Kirche im Lauf des Studiums genommen?

Außerdem besteht die Möglichkeit, Fragen zur Beantragung der Kirchlichen Unterrichtserlaubnis zu stellen und die entsprechenden Antragsformulare (Antrag und Gutachten) zu erhalten.

Anmeldung: schumacher@mentorat-bonn.de.

Ansprechpartner/innen

 

Vernetzen, Skills ausbauen, Diskutieren, Spiritualität, Leben:

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